Blasinstrumente

Blasinstrumente lassen sich in zwei Untergruppen einteilen – die Holzbläser (Blockflöte, Querflöte, Klarinette, Oboe, Fagott, Saxophon) und die Blechbläser (Trompete, Horn, Posaune, Tuba). Es entscheidet aber nicht immer das Material, aus welchem das Instrument gefertigt ist, sondern ob der Ton über ein Luft- oder Rohrblatt oder über ein Metallmundstück in Form eines Trichters erzeugt wird, zu welcher Gruppe es gehört. Allen gemeinsam ist natürlich, dass der Klang über die ausströmende Luft erzeugt wird.


Die Blockflöte

Die Blockflöte ist ein sehr geeignetes Einsteigerinstrument – hat aber seinen Platz ebenso in der professionellen Musikwelt, besonders in der Musik des Barocks und der klassischen oder modernen Musik. Die Bandbreite reicht zudem von Sopranino-Flöten, die sehr hoch klingen, über Sopran-, Alt-, Tenor- und Bassflöten, die sehr tiefe Töne spielen können. Blockflöte können Kinder bereits ab ca. 5 Jahre lernen – wie bei allen Instrumenten, sollte man auch hier regelmäßig zu Hause üben.

 

Die Querflöte

Die Querflöte wird, obwohl sie ein Holzblasinstrument ist, aus Metall hergestellt und, im Gegensatz zur Blockflöte, werden die Löcher mit Klappen geschlossen. Sie hat einen eher hohen, silbrigen Klang. Im Sinfonie-Orchester ist sie ein wichtiges Instrument, findet aber auch bereits Verwendung im Jazz oder in der Rockmusik. Kinder ab ca. 9 Jahren können mit dem Querflötenspiel beginnen – abhängig ist dies von der Entwicklung der bleibenden Zähne.

 

Die Klarinette

Die Klarinette ist sowohl ein wichtiges klassisches Instrument (ab der Epoche der Klassik), als auch viel verwendet im Jazz und in der jiddischen Klezmermusik. Der Ton wird über ein Rohrblatt (aus Schilf) erzeugt, die Finger betätigen die Klappen. Für Kinder gibt es das sogenannte  Chalumeau/Kinderklarinette – je nach Entwicklung der bleibenden Zähne kann damit im Alter von ca. 8 Jahren begonnen werden.

 

Das Saxophon

Das Saxophon ist ein sehr junges Instrument – es existiert seit ca. 160 Jahren, aber sein Siegeszug kam mit der Musik des Jazz'. Heute kommt es aber auch in anderen Stilen, wie der Tanz- und Salonmusik, sowie auch im Reggae und der Popmusik vor. Der Ton wird, ähnlich der Klarinette, über ein Rohrblatt erzeugt – das Saxophon hat eine sehr hohe dynamische und klangliche Bandbreite. Kinder ab ca. 8 Jahren, abhängig von der individuellen Entwicklung der bleibenden Zähne, können zunächst mit dem Saxonett/Kindersaxophon beginnen.


Die Trompete

Die Trompete, das wohl bekannteste Blechblasinstrument, ist ein wichtiger Bestandteil des Sinfonie-Orchesters, kommt aber auch im Jazz oder in modernen Bands vor. Der Klang ist strahlend, hell und kann sehr laut sein – aber gute Spieler und Spielerinnen können ebenso wunderschöne leise Töne erzeugen. Je nach Entwicklung der bleibenden Zähne, können Kinder ab ca. 9 Jahre mit dem Trompetenspiel beginnen.

 


Streichinstrumente

Zur Familie der Streichinstrumente gehören die Violine, die Viola, das Violoncello und der Kontrabass. Sie haben (fast immer) vier Saiten und werden mit einem Bogen, der mit Pferdehaar bespannt ist, gestrichen – und man kann ihnen zauberhafte, der menschliche Stimme sehr ähnliche Töne entlocken. Bereits mit ca. 5 Jahren kann man ein Instrument dieser Familie erlernen, sollte aber auch häuslichen Fleiß beim Üben mit einbringen, damit man bald gemeinsam mit anderen im klassischen Orchester oder kleinen Gruppen musizieren kann.
Es gibt die Instrumente auch in kleineren Größen (1/8, ¼, ½ und ¾), die man über den Verein oder Geigenbauer ausleihen kann.

Die Geige oder Violine

Die Geige ist das wohl bekannteste Streichinstrument – sie klingt sehr hell, man kann aber auch sehr warme Töne erzeugen. Sie ist ein wichtiger Bestandteil im Orchester und in der Kammermusik und verfügt über ein sehr großes Solorepertoire. Zunehmend findet man den Geigenklang aber auch in der Jazz-, Rock- und Popmusik.

 

Die Bratsche oder Viola

Die Viola ist etwas größer als die Geige und hat eine tiefere Saite. Sie hat einen wundervollen warmen Ton. In Orchestern und Kammermusikgruppen sind Bratschenspieler besonders begehrt und gesucht.

 

Das Violoncello

Das Violonello hat einen sehr großen Tonumfang und erzeugt - gekonnt gespielt - einen sehr warmen Ton. Im Orchester oder in der Kammermusik übernimmt es oft die Bassstimme.  Auch für Violoncello gibt eine große Bandbreite an Sololiteratur. Es wird im Sitzen gespielt.


Der Kontrabass

Der Kontrabass ist das tiefste und größte Instrument der Streicherfamilie. Er wird neben dem Streichen auch oft gezupft. Sowohl im klassischen Sinfonieorchester nimmt er einen wichtigen Platz ein, aber auch im Jazz oder Rock 'n Roll.



Tasteninstrumente

Zu den Tasteninstrumenten gehören das Klavier, Keyboard und das Akkordeon – allen gemeinsam sind die im bestimmten Muster angelegten weißen und schwarzen Tasten. Sie haben eine große Spiel- und Klangvielfalt: genreübergreifend von Barock, Romantik über Jazz und Pop, als Soloinstrument, in der Kammermusik oder sich selbst beim Singen begleitend...Wie bei allen Instrumenten sollte man auch zu Hause fleißig üben, um schön musizieren zu können. Kinder können ab ca. 5 Jahren eines der Instrumente erlernen, aber auch interessierte Jugendliche und Erwachsene sind jederzeit willkommen.


Das Klavier oder der Flügel

Das Klavier zeichnet sich durch seine klangliche Vielfalt aus, die man allein durch den Anschlag der Tasten und das Pedal verändern kann. Neben den Klavieren oder Flügeln, deren gespannte Saiten über kleine Hämmerchen zum Klingen gebracht werden, gibt es elektrische Klaviere, die platzsparender sind.


Das Keyboard

Das Keyboard fasziniert durch seine elektronischen Klangwelten – zu Tastenschlag können Sounds abgespielt werden und unterscheidet sich dadurch auch in der Spielweise vom Klavier. Das Keyboard ist etwas kleiner als das Klavier, es kann auf Nachfrage im Musikverein ausgeliehen werden.

Das Akkordeon

Das Akkordeon ist in aller Welt ein sehr beliebtes Solo- und Begleitinstrument – besonders in der Volksmusik und im Tango. Hierzulande bekannt ist vor allem das Tastenakkordeon, das eine Tastatur wie ein Klavier hat. Meist wird eine Seite wie das Klavier, mit Tasten, gespielt, während man mit der anderen Hand die Akkordknöpfe bedient. Der Musikverein verleiht Akkordeons ins verschiedenen Größen.



Zupfinstrumente

Ob Gitarre – akustisch oder elektrisch, Ukulele, E-Bass oder Harfe – allen gemeinsam ist, dass ihre Saiten mit den Fingern oder einem Plektrum angezupft werden. Je nach Instrument ist der Klang aber sehr verschieden – die Harfe klingt meist sanft und fließend, während eine E-Gitarre auch mal richtig dröhnen kann. Die Zupfinstrumente können ab ca. 6 Jahren gelernt werden – wie bei allen Instrumenten ist es notwendig, auch zu Hause regelmäßig zu üben. Im Musikverein können auf Nachfrage Instrumente, auch in kleinen Größen für Kinder ausgeliehen werden.

Die Gitarre

Die Gitarre hat sechs Saiten und ist sehr vielfältig einsetzbar – man kann Lieder begleiten, Solostücke spielen, in Bands mit anderen zusammen musizieren und das in den verschiedensten Stilen der gesamten Musikgeschichte: von Barock, über Jazz und Rock findet die Gitarre Verwendung.

Die E-Gitarre

Die E-Gitarre ist die Weiterentwicklung der Gitarre für den Bereich der elektronisch verstärkten Musik: Es ergeben sich riesige Klangspielräume über die verschiedenen Effektgeräte, die es für dieses Instrument gibt.

Der E-Bass

Der E-Bass muss wie die E-Gitarre über einen elektromagnetischen Tonabnehmer verstärkt werden. Er hat im Vergleich zur Gitarre (fast immer) nur vier Saiten. Der Bass bildet meist das Fundament in der Stilrichtungen wie Rock, Pop, Jazz, Blues und Country.

Die Ukulele

Die Ukulele ist ein kleineres Zupfinstrument, ursprünglich aus Hawaii, welches im Gegensatz zur Gitarre nur vier Saiten hat. Ihre Saiten haben eine ungewöhnliche Stimmung. Besonders in Folk-Musik, Reggae, aber auch in Rockmusik kann sie zum Einsatz kommen.

Die Harfe

Die Harfe ist eines der ältesten Instrumente der Menschheitsgeschichte. Sie wird im Sitzen gespielt und hat bis zu 47 Saiten. Neben Solo- und Ensembleinstrument, kommt sie auch im Sinfonieorchester zum Klingen.


Schlaginstrumente

Wie der Name schon verdeutlicht, wird beim Schlaginstrument der Klang durch einen Schlag erzeugt – mit Schlägeln, der Hand oder Sticks. Die im Sinfonieorchester erklingenden Instrumente, wie z.B. Pauken, kleine Trommel oder Triangel nennt man Schlagwerk. Das für die Unterhaltungsmusik übliche Drum-Set wird im deutschen als Schlagzeug bezeichnet. In der afrikanischen und südamerikanischen Musik kommen Instrumente wie Maracas, Conga, Cowbell und Claves besonders zum Einsatz – sie werden als Percussion-Instrumente bezeichnet. Die Schlaginstrumente erfordern besonders den guten Umgang mit Rhythmen. Kinder können ab ca. 6 Jahren beginnen.


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